Grosse Novelle des österreichischen Gleichbehandlungsgesetzes 


Wie Bizeps-Info berichtet, wird in Österreich eine grosse (und interessante) Novelle des Gleichbehandlungsrechts auf den Weg gebracht.

In der Novelle wird für Fälle diskriminierender Nichteinstellung u.a. ein Mindestschadensersatz (!) von zwei Monatsgehältern vorgesehen. Die Frist für die Geltendmachung von Ansprüchen wird für viele Fälle auf 12 Monate (!) erhöht. Ausserdem wird ausdrücklich geregelt, dass eine Diskriminierung auch bei Nichtverlängerung eines befristeten Arbeitsver hältnisses bzw. Beendigung in der Probezeit unzulässig ist (wobei sich letzteres ohnehin aus dem Europarecht ergibt). Schliesslich sollen künftig alle Ergebnisse der Gleichbehandlungskommission auf der Homepage des Bundesministeriums für Frauen in vollem Wortlaut, jedoch anonymisierter Form, veröffentlicht werden.

Da könnte sich Deutschland eine dicke Scheibe von abschneiden.


Gepostet am Montag - 29. Oktober 2007, 13:11
       
Autor: Henning Wüst
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