Folgt die Pleitewelle auf die Gründerwelle?


DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann hat sich in einem Interview gerade wie folgt geäussert:

"Viele Gründungswillige treibt in der Krise nicht Pioniergeist an, sondern die Furcht vor Arbeitslosigkeit. ... Nach der Gründerwelle droht daher ab Herbst die nächste Pleitewelle."

Yahoo informiert dazu wie folgt weiter: "Vier von zehn arbeitslosen Gründern hätten keine klare Geschäftsidee. 60 Prozent könnten nicht erklären, warum man ausgerechnet ihr Produkt kaufen sollte."

Und ich befürchte, dass das stimmt und so kommen könnte. Das Problem ist - wie immer - vielschichtig. Die Versuchung es eben einfach mal mit einer Selbständigkeit zu probieren ist indes extrem gefährlich. Ein Unternehmen - egal wie gorss oder klein - kann nur dann nachhaltig wachsen und überleben, wenn es einen sinnhaften (!) Bedarf beim Kunden befriedigt. Aus der Arbeit mir Existenz- oder Unternehmensgründern kenne ich die Schwierigkeiten der Arbeit an einem Businessplan. Denn dort muss die Idee in ein Geschäftsmodell gegossen werden. Und da liegen meistens die Probleme. Gute Ideen gibt es wie Sand am Meer. Gute Geschäftsmodelle sind dagegen wie die Nadel im Heuhaufen. Und mit der richtigen Idee und dem richtigen Geschäftsmodell ist das was wir klassischerweise unter dem Begriff "Marktkommunikation" verstehen, eigentlich nur noch ein untergeordnetes Problem. Wenn Idee und Geschäftsmodell stimmig sind, dann wollen die Kunden das Produkt oder die Dienstleistung haben.


Gepostet am Dienstag - 30. Juni 2009, 09:18
       
Autor: Henning Wüst
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