Mittwoch - 24. Oktober 2007
Lokführer-Gewerkschaft stimmt moderate Töne an
In einem Deutschlandfunk-Interview hat der stellvertretende Vorsitzende der Lokführer-Gewerkschaft GDL, Claus Wesselsky, betont, dass der GDL der Unmut unter Pendlern wohl bewusst sei.
Ich zitiere wörtlich aus dem Transkript:
"Auch ich habe am vergangenen Wochenende in den Medien kundgetan, dass wir versuchen werden, den Nahverkehrskunden nicht mehr so stark zu beeinträchtigen. Aber die Aussagen stehen im engen Zusammenhang mit der bevorstehenden Entscheidung des Landesarbeitsgerichtes in Sachsen. Und wir haben hier an der Stelle kundgetan, wenn wir das Recht zum Streik im Güterverkehr und im Fernverkehr bekommen, dann werden wir als Allerererstes im Güterverkehr die nächsten Aktionen machen und den Nahverkehr ein Stück weit entlasten, weil wir im Moment ausschließlich im Nahverkehr streiken."
Interessante tarifrechtliche Folgefrage: Vereinbarkeit einer streikeinschränkenden Gerichtsentscheidung mit dem Grundgesetz.
Autor: Henning Wüst
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