Samstag - 12. Mai 2007
Warum Manager immer weniger an die Arbeitnehmereinkommen denken
Nein, das ist kein ideologisches Thema.
Führungskräfte haben haben immer weiter zunehmend grössere
variable Vergütungsanteile. Diese sind in aller Regel unmittelbar an die
Erfüllung von Unternehmenskennzahlen, d.h. das Betriebsergebnis, und nicht
mehr an die individuelle, persönliche Leistung gekoppelt. Das ist auch
nicht weiter verwunderlich, weil die Erfassung der individuellen Leistung im
Regelfall sehr schwer und mit grossem Aufwand verbunden ist. Bei vielen
Positionen ist die Messung der individuellen Leistung schlicht unmöglich
(was Vergütungsberater gerne unterschlagen und was beim Design von
Vergütungssystemen immer wieder zu praktisch unüberbrückbaren
Problemen führt).
Indes geschieht hier ein Systembruch: Arbeitnehmer werden (-> § 611 BGB) für die "Leistung von Diensten" und nicht für die "Herbeiführung eines Erfolges" (-> § 631 BGB) bezahlt.
Arbeitsrechtlich steckt das seit geraumer Zeit erkannte Problem der Verschiebung des Wirtschaftlichkeitsrisikos auf den Arbeitnehmer dahinter. Das Wirtschaftlichkeitsrisiko trägt ja per se der Arbeitgeber (weil Grundtypus Dienstvertrag und eben nicht Werkvertrag). Wird das Wirtschaftlichkeitsrisiko nun - unzulässigerweise - immer mehr auf den Arbeitnehmer verlagert, führt das zu unguten Konsequenzen.
Zurück zum Thema: Manager, die - über die erfolgsabhängigen Vergütungsanteile - einen hohen Anteil am Wirtschaftlichkeitsrisiko tragen, ändern ihre Einstellung und sind logischerweise nicht mehr an den Arbeitnehmereinkommen der ihnen anvertrauten Mitarbeiter, sondern nur noch an der Erreichung der Kennzahlen erreicht. Und in diesem Blickwinkel sind Mitarbeiter nur noch "unerwünschte Kostenfaktoren". Voilà.
Weiteres dazu mit einer grafischen Aufarbeitung hier im Informationsportal Globalisierung.
Indes geschieht hier ein Systembruch: Arbeitnehmer werden (-> § 611 BGB) für die "Leistung von Diensten" und nicht für die "Herbeiführung eines Erfolges" (-> § 631 BGB) bezahlt.
Arbeitsrechtlich steckt das seit geraumer Zeit erkannte Problem der Verschiebung des Wirtschaftlichkeitsrisikos auf den Arbeitnehmer dahinter. Das Wirtschaftlichkeitsrisiko trägt ja per se der Arbeitgeber (weil Grundtypus Dienstvertrag und eben nicht Werkvertrag). Wird das Wirtschaftlichkeitsrisiko nun - unzulässigerweise - immer mehr auf den Arbeitnehmer verlagert, führt das zu unguten Konsequenzen.
Zurück zum Thema: Manager, die - über die erfolgsabhängigen Vergütungsanteile - einen hohen Anteil am Wirtschaftlichkeitsrisiko tragen, ändern ihre Einstellung und sind logischerweise nicht mehr an den Arbeitnehmereinkommen der ihnen anvertrauten Mitarbeiter, sondern nur noch an der Erreichung der Kennzahlen erreicht. Und in diesem Blickwinkel sind Mitarbeiter nur noch "unerwünschte Kostenfaktoren". Voilà.
Weiteres dazu mit einer grafischen Aufarbeitung hier im Informationsportal Globalisierung.
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