Gedanken zum Wochenende: Merkel will mehr "Investivlohn"


In einem dpa-Interview hat sich Bundeskanzlerin Merkel für mehr "Investivlöhne" ausgesprochen. Durch die Beteiligung von Arbeitnehmern an den Gewinnen der Unternehmen könne eine "neue Teilhabe am Wohlstand" bewirkt werden. Merkel hat - eigenen Angaben zufolge - dabei im Sinn, Teile der Vergütung künftig nicht mehr auszubezahlen, sondern in Form von Mitarbeiterbeteiligungen, z. B. Mitarbeiteraktien, im Unternehmen "anzusparen".

Ich verweise insoweit auf diesen Beitrag zum Thema "Wirtschaftsrisiko und Unternehmerrisiko", in dem ich bereits vor einiger Zeit aufgezeigt habe, dass eine Beteiligung am unternehmerischen Risiko - denn nichts anderes verbirgt sich hinter den "Investivlöhnen" - allenfalls dann gerechtfertigt ist, wenn auch eine adäquate Steuerungsmöglichkeit in Form einer Teilhabe an den unternehmerischen Entscheidungen besteht.

Oder würden Sie gerne bislang fixe Vergütungsbestandteile "auf die Speilbank" tragen?
Falls nein, sind - ketzerisch formuliert - die Vergütungsteile auf einem klassischen Sparbuch im Regelfall und über längere Zeiträume noch besser angelegt als im "Investivlohn", denn dort steht der Zinssatz im vorhinein fest :DD

Gepostet am Samstag - 18. November 2006, 19:52
       
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