"Bürgerarbeit" - Wo soll das hinführen???


Und gleich noch etwas, weil es gerade schon so schockierend ist: Teleopolis berichtet mit dem Schlagwort "Zwangsarbeit als Abschreckung – das Elend der Workfare-Konzepte" über die neueste Errungenschaft der Sozialverwaltung, die "Bürgerarbeit".

Nach einer "Zukunftsstudie" sollen "Empfänger staatlicher Transferleistungen in Zukunft der intensiveren Einforderung von Gegenleistung ausgesetzt werden". Hübsche Formulierung, aber was verbirgt sich dahinter? Die Bezieher von Hartz-IV Leistungen sollen künftig als "Abschreckung" mindestens 30 Stunden pro Woche arbeiten. Das Ganze läuft an verschiedenen Plätzen bereits als Pilotprojekt unter so schönen und irreführenden Namen wie "Job-Perspektive Plus". Ehrlicher ist der in Thüringen und Sachsen-Anhalt verwendete Name "Bürgerarbeit".

ich überlasse es den geschätzten Lesern, ein wenig in der (deutschen) Geschichte zu stöbern und nach geschichtlichen Parallelen zu suchen. Sie werden fündig werden...

Quelle 1: Teleopolis vom 2.8.2009

Quelle 2: Arbeitsagentur vom 2.4.2009



Gepostet am Montag - 10. August 2009, 22:58
       
Autor: Henning Wüst
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