Sonntag - 04. Juni 2006
Callcenter-Branche weiter im Aufwind: Arbeitsbedingungen?
Von einer Branche zu hören, die sich im
Aufwind befindet, müsste ja eigentlich zunächst einmal ganz positiv
stimmen. In
concreto geht es aber um die Callcenter-Branche. Womit wir dann
mitten in der Diskussion über Arbeitsbedingungen und die Notwendigkeit von
Betriebsräten
wären!
Vielleicht fragen Sie sich, warum ich bei diesem Thema so leidenschaftlich werde? Im vergangenen Jahr habe ich in einem Callcenter auf Belegschaftsseite Betriebsratswahlen beratend begleitet. Die Arbeitsbedingungen in diesem Callcenter waren so unglaublich miserabel (ich musste - man verzeihe mir den Vergleich - an Käfighaltung von Legehennen denken), dass man es schwer beschreiben kann. Es hat sich um ein Callcenter mit Vertriebsaufgaben gehandelt. Der Leistungsdruck war so immens, dass viele MitarbeiterInnen dort unter ganz erheblichen körperlichen und psychischen Auswirkungen litten. Der Arbeitgeber machte es sich einfach, indem er immer wieder darauf hinwies, man könne doch froh sein, überhaupt einen Job zu haben. Es bedarf wohl keiner Erwähnung, dass dieses Callcenter in einem relativ strukturschwachen Gebiet angesiedelt war.
Aber: Wir konnten dort erfolgreich einen Betriebsrat installieren und den Betrieb gibt es - allen Drohungen des Arbeitgebers zum Trotz - immer noch. Die Arbeitsbedingungen haben sich deutlich verbessert. Zwar waren auch arbeitsgerichtliche Beschlussverfahren zu führen, um dem Arbeitgeber seine betriebsverfassungsrechtlichen Grenzen aufzuzeigen. Aber - wie schon gesagt - der Betrieb existiert, floriert und soll - wegen der besonderen Verkaufskompetenz der MitarbeiterInnen (aha!) - auch nicht ins Ausland verlagert werden.
Das fällt mir spontan ein, wenn ich Callcenter lese.
Schönen Sonntag allerseits!
Vielleicht fragen Sie sich, warum ich bei diesem Thema so leidenschaftlich werde? Im vergangenen Jahr habe ich in einem Callcenter auf Belegschaftsseite Betriebsratswahlen beratend begleitet. Die Arbeitsbedingungen in diesem Callcenter waren so unglaublich miserabel (ich musste - man verzeihe mir den Vergleich - an Käfighaltung von Legehennen denken), dass man es schwer beschreiben kann. Es hat sich um ein Callcenter mit Vertriebsaufgaben gehandelt. Der Leistungsdruck war so immens, dass viele MitarbeiterInnen dort unter ganz erheblichen körperlichen und psychischen Auswirkungen litten. Der Arbeitgeber machte es sich einfach, indem er immer wieder darauf hinwies, man könne doch froh sein, überhaupt einen Job zu haben. Es bedarf wohl keiner Erwähnung, dass dieses Callcenter in einem relativ strukturschwachen Gebiet angesiedelt war.
Aber: Wir konnten dort erfolgreich einen Betriebsrat installieren und den Betrieb gibt es - allen Drohungen des Arbeitgebers zum Trotz - immer noch. Die Arbeitsbedingungen haben sich deutlich verbessert. Zwar waren auch arbeitsgerichtliche Beschlussverfahren zu führen, um dem Arbeitgeber seine betriebsverfassungsrechtlichen Grenzen aufzuzeigen. Aber - wie schon gesagt - der Betrieb existiert, floriert und soll - wegen der besonderen Verkaufskompetenz der MitarbeiterInnen (aha!) - auch nicht ins Ausland verlagert werden.
Das fällt mir spontan ein, wenn ich Callcenter lese.
Schönen Sonntag allerseits!
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